Tanja ist aus Südafrika zurück und hat für euch diesen tollen Bericht über ihre Teilnahme am Cape Epic dabei:
Insgesamt bin ich unglaublich dankbar, dass ich überhaupt an diesem Rennen teilnehmen durfte. Die Spendenaktion hat mir dabei geholfen, den Großteil der Flugkosten zu zahlen. Vielen Dank an alle die mich dabei unterstützt haben! Das Asba Cape Epic mit 707km und 15900Hm ist das größte und wichtigste MTB Rennen im UCI Kalender und es ist ein echtes Privileg, an diesem Rennen mitfahren zu dürfen. Ich hatte ein tolle Zeit mit meiner Partnerin Naama Noyman aus Israel, auch wenn die 8 Renntage natürlich anstrengend war. Kurz bevor Naama nach Südafrika kommen wollte, wurde der Flughafen in Israel aufgrund des Kriegs geschlossen. Es war daher für kurze Zeit gar nicht klar, ob sie überhaupt kommen kann. Über mehrere Zwischenstopps hat sie die Anreise gemeistert und daher hatte die Rennteilnahme nochmal eine ganz andere Bedeutung für uns.
Gestartet sind wir mit dem 11. Platz im Prolog. Ehrlich gesagt waren wir ein bisschen enttäuscht davon. Gleichzeitig war das Frauenfeld aber auch so stark wie nie zuvor besetzt. Dieses Jahr war sehr besonders, weil es zum ersten Mal eine eigene Frauen Route gab. Dadurch ist das Frauen Rennen noch mehr in den Fokus gerückt hat. Es war ganz besonders, dass immer Fotografen, Helikopter, Support und Fans ganz in der Nähe waren.
In der ersten richtigen Etappe hatte ich leider einen Platten. Dadurch haben wir viel Zeit verloren und sind als 13. ins Ziel gekommen. Von dieser Platzierung aus konnten wir uns von Tag zu Tag kontinuierlich steigern und als Team besser zusammen wachsen. Wir haben dadurch Platz um Platz gut gemacht und konnten am Ende in die Top10 der Gesamtwertung fahren. Wenn man bedenkt, dass es meine erste Cape Epic Teilnahme war und das Feld stark mit Vollprofis besetzt war, ist das ein solides Ergebnis. Ich habe gemerkt, dass einem bei diesem Rennen kein Meter geschenkt wird. Man ist fast nur auf Trails und in schwierigem Gelände unterwegs. Das macht das Rennen aber auch extrem abwechslungsreich in einer atemberaubenden Landschaft. Wir hatten während des Rennens auch tierischen Support: Am Streckenrand haben es sich Affen gemütlich gemacht und uns interessiert zugeschaut. Zum Glück hatten wir aber keine weiteren Tier-Begegnungen oder Zusammenstöße 😉
Ich bin sehr motiviert das Ergebnis nächstes Jahr zu verbessern 🙂
